Schulgeschichte seit 1924

Bild: Friedl Ulrich/Nürnberger Nachrichten

1924194619501960197019801990200020102020

1924

In einer letzten Konferenz mit Rudolf Steiner und dem Stuttgarter Lehrerkollegium am 3. September findet die Nürnberger Schulgründungsinitiative eine erste Erwähnung.

Mitglied des Stuttgarter Lehrerkollegiums: „Einige Eltern in Nürnberg haben gebeten, dass dort pädagogische Vorträge gehalten werden. Es soll dort eine neue Schule entstehen.“
Rudolf Steiner: „Die Vorträge – das muss man schon machen. Ich glaube, sie haben da alles, bloß nicht das Geld. Das stimmt ja für alle Sachen.“

1927

Versuch der Gründung eines “Rudolf Steiner-Schulvereins” in Nürnberg.

Im Jahr 1927 fand eine Überfliegung statt, bei der nahezu die komplette Stadt in Luftbildern erfasst wurde.
Hier sehen Sie den Ausschnitt von St. Jobst. Wo befindet sich das heutige Schulgelände? HIER IST DIE AUFLÖSUNG!
(Bildrechte: Stadtarchiv Nürnberg A 97 Nr. 66)

1946

Die Gründung des Rudolf Steiner-Schulvereins wird zum zweiten Mal in Angriff genommen – diesmal mit Erfolg. Der Schulgründungsakt findet am 7. September 1946 im Saal des Germanischen Museums statt. Der Unterricht wird mit sechs Klassen im vom Krieg stark beschädigten obersten Stock der „Ludwig-Uhland-Schule“ aufgenommen. Am Ende des Schuljahres sind es bereits 164 Kinder in sieben Klassen.

1947

  • Ein erstes Bauvorhaben in der Winzelbürgstraße am Rechenberg kann wegen der Währungsreform – trotz Baugenehmigung – nicht in Angriff genommen werden.

1948

  • Die Schule erhält von der Stadt Nürnberg das Erbbaurecht für den „Sonnengarten“ am Steinplattenweg.
  • Zu Weihnachten kann dort eine erste Holzbaracke für den Werkunterricht erstellt werden.
  • In zehn Klassen besuchen mittlerweile 450 Kinder unsere Schule.

1949

  • In Stuttgart schließen sich im September 20 Waldorfschulen zum “Bund der Freien Waldorfschulen” zusammen.
  • Im Sommer wird ein Behelfsbau aus Stein für die Unterstufenklassen erstellt.
  • 3. September: Der Rudolf Steiner-Schulverein übergibt das aus eigener Kraft errichtete kleine Schulhaus im Sonnengarten am Steinplattenweg seiner Bestimmung. Das Schulhaus umfasst zwei Schulräume, ein Lehrerzimmer und einen Werkraum. Hier werden vorläufig die drei unteren Klassen unterrichtet, währenddessen Schüler der Mittel- und Oberklassen noch im Uhlandschulhaus verbleiben.

Blick auf das neu erstellte Gebäude.
Der Standort entspricht dem des heutigen Kindergartengebäudes.

Blick über den Schulhof zum neu errichteten Gebäude.
Im Vordergrund der Brunnen, der 1994 im Zuge des Oberstufenneubaus beseitigt wurde.

1950

  • In der 4. – 8. Klasse werden je 50 Kinder unterrichtet.
  • Das Schulgeld beträgt 40 DM, wegen Ermäßigungen durchschnittlich knapp 20 DM.
  • Die Rudolf- und Clara-Kreutzer-Stiftung wird am 16. Dezember 1950 gegründet.

Clara und Rudolf Kreutzer
Zeichnung von Barbara Kastl-Salaris nach fotografischen Vorlagen.

1951

  • Am 30. April 1951 wird mit dem ersten Bauabschnitt eines eigenen neuen Schulgebäudes begonnen (zwei Treppenhäuser des alten Oberstufenbaus); die Grundsteinlegung findet am 21. Juni 1951 statt.

“Der Rudolf Steiner-Schulverein errichtet am Steinplattenweg in St. Jobst ein neues Schulgebäude, um rund 500 Schülern, die z. Zt. Im Uhlandschulhaus und in der Schulbaracke „Sonnengarten“ untergebracht  sind, wieder ein gemeinsames Schulhaus zu geben. Der Vereinsvorsitzende Dr. Bauer dankt der Stadtverwaltung, die neben einem Zuschuss von 75.000 DM den Bauplatz zur Verfügung stellte. Direktor Dr. Galsterer spricht vom Ziel der Schule, Bürgermeister Loßmann führt die ersten drei Hammerschläge auf den Grundstein aus, Regierungsschulrat Schlamp spricht für die Regierung von Mittelfranken, Dr. Rudolf Kreutzer für den Vorstand des Vereins. Das Gebäude erhält im ersten Bauabschnitt 9 Klassenzimmer und eine große Durchgangshalle. Die Pläne stammen von Architekt BDA Dr. Seegy.”

Grundsteinlegung 1951

„7. September: Die Rudolf Steiner-Schule neben dem Sonnengarten begeht in einer schlichten Feierstunde das Richtfest ihres modernen Schulhauses mit zunächst 8 Klassenzimmern, Lehrsälen und Büroräumen. Der Unterricht der teilweise im Schulhaus Uhlandstrasse untergebrachten Schüler soll bis Ostern 1952 aufgenommen werden.“

1952

  • Lehrer und Schüler ziehen aus dem Uhlandschulhaus in das neue Gebäude, das am 10. Mai eingeweiht werden kann.
  • Im Juli verabschiedet sich mit Goethes „Egmont“ zum ersten Mal eine 12. Klasse von der Waldorfschulzeit, um im Herbst als erste 13. Klasse den Weg zum Abitur zu gehen (sechs Abiturienten).

(Bildrechte: Stadtarchiv Nürnberg C 20/V Nr. 13079)

Bauarbeiten
Im Vordergrund rechts die Bad Bernecker Straße

Bild: Friedl Ulrich/Nürnberger Nachrichten (12.5.1952)
So sieht das neue Schulgebäude auf dem Platnersberg aus, zu dessen Einweihung sich zahlreiche Eltern und Schüler eingefunden hatten.

1953

  • Die Schreinerlehrwerkstätte auf dem Gelände der ehemaligen Wolfschen Ziegelei in Ziegelstein wird eingerichtet.
  • Die erste Abiturprüfung findet statt.
  • Vom 2. – 3. Mai findet an der Schule eine „Pädagogische Wochenendtagung“ statt.

(Bildrechte: Stadtarchiv Nürnberg A 28 Nr. 1953-0138)

Schulgarten vom Steinplattenweg aus gesehen
(Bildrechte: Stadtarchiv Nürnberg E 10/123 Nr. 388-12)

Hausmeister mit Sohn unterwegs im Schulgarten

Unterricht im Freien

1954

Lesen Sie den Rundbrief an die Schulgemeinschaft vom Juli 1954.

  • Schreinermeister Walter Dielhenn beginnt zu Ostern mit drei Lehrlingen in der neu eingerichteten Schreinerei.
  • Der „Erlanger Bus“ wird eingerichtet.
  • Im August feiert die Schulgemeinde das Richtfest für den 2. Bauabschnitt des „neuen“ Schulgebäudes (der alte Oberstufenbau). Mit der Fertigstellung endet der Schichtunterricht für mittlerweile 655 Schüler/innen in 17 Klassen (5. – 8. Klasse zweizügig).

Rechts: der bereits 1951 errichtete Bau

Haupteingang am Steinplattenweg

1956

  • Im Rahmen einer Stiftung anlässlich des 50jährigen Arbeitsjubiläums von Dr. Rudolf Kreutzer wird das „Rote Haus“ der Schule übergeben. Es werden in den jetzigen Hort- und Hüteräumen eine Schulküche mit Speiseraum, und im Keller eine Töpferwerkstatt eingerichtet.
  • Am 22. Oktober kann die Einweihung des Kindergartens mit zehn Kindern im „Roten Haus“ festlich begangen werden.

1957

  • Die ersten drei Lehrlinge – ein Mädchen und zwei Jungen – haben nach 3 1/2 jähriger Ausbildung ihre Gesellenprüfung mit gutem Erfolg bestanden.

1958

  • Der „praktische Zweig“ in der Oberstufe (für Schüler mit weniger als drei Sprachen – Latein war neben Englisch und Französisch verpflichtend) entsteht.
  • Im Februar wird der Elternbeirat gegründet.
  • Eine neue Werkbaracke für Schnitzen, Schreinern, Metallbearbeitung, Schmieden, Schneidern, Weben und Flechten wird errichtet.

Zeichnung der alten Werkbaracke

1959

  • Der Plan für einen eigenen Kindergartenbau wird aus finanziellen Gründen auf Eis gelegt.
  • Für die Oberstufenklassen kann ein Kochunterricht jeweils acht Schüler/innen in vierwöchigen Kursen an drei Nachmittagen) eingerichtet werden.
  • Die 8. Klassen fahren zum ersten Mal zu einem Skikurs in die Alpen.

Die Rückseite des in den 50er Jahren errichteten Oberstufengebäudes; noch gibt es keinen Sportplatz.
Wer sich über die Balkone wundert: Die Gebäude mussten (Auflage) so errichtet werden, dass sie – im Falle des Scheiterns der Schule – in Mietwohnungen umgewandelt werden konnten.

1960

Lesen Sie die Mitteilungen an die Schulgemeinschaft vom Februar 1960

  • Eine Werkstätte für Maschinenschlosserei kommt zu der Schreinerei in Ziegelstein hinzu. Die erste Realschulprüfung findet statt.
  • Baubeginn der Turn- und Festhalle mit Verwaltungsräumen.

Der Festsaal/die Turnhalle entsteht

1962

  • Einrichtung einer Schülerbücherei für die Oberstufe.
  • 12. Mai: Einweihung der Turn- und Festhalle mit Verwaltungsräumen.

Quelle: Pressearchiv Nürnberg / VNP
Die Rudolf-Steiner-Schule weiht ihre neue Turn- und Festhalle ein – Für Sport und ‚Muse‘. So schlicht sich die neue, langgestreckte Halle auch äußerlich ausnimmt: im Innern bietet sie für jung und alt vielfältige Möglichkeiten für sportliche und kulturelle Veranstaltungen.

Blick auf den Oberstufenbau mit neuem Festsaal/Turnhalle

1964

  • Ab Herbst beginnen zwei erste Klassen!

Blick über den Schulhof vom Haupteingang: Links der 1952 fertiggestellte Oberstufentrakt, rechts der 1962 errichtete Festsaal; dazwischen die Verwaltungsgebäude.

1965

  • Am 15. Mai werden die Lehrwerkstätten auf dem Schulgelände eingeweiht. Der Bau wird durch eine Schenkung der Erbengemeinschaft Wolf ermöglicht.
  • Es gibt 27 Waldorfschulen in der BRD, 46 in der Welt.
  • Ein erstes Feldmesspraktikum findet in Hemhof bei Bad Endorf am Chiemsee statt.

Die Lehrwerkstätten: Schlosserei und Schreinerei

Bild: Friedl Ulrich/Nürnberger Nachrichten
Schule und Werkstatt – Die Rudolf-Steiner-Schule erschloß offiziell neue Erziehungswege.
Großes Interesse bei den Festgästen, die zur Weihe der neuen Werkstätten – hier gerade im Arbeitsraum der Maschinenschlosserei – gekommen sind. Sie bewundern die Einrichtung.

1967

  • Baubeginn für den Erweiterungsbau, der die Klassen 1 bis 8 aufnehmen soll.

Bild: Friedl Ulrich/Nürnberger Nachrichten (19.12.1967)
Großzügiger Neubau in Y-Form – Ein Pavillion als Ergänzung der bisherigen Gebäude.
Ein Flügel des langestreckten Erweiterungsbaues ist schon bis zum zweiten Stock gewachsen. Rechts das bisherige Hauptschulgebäude, davor der Behelfsbau für die Volksschule.

1968

  • Im Herbst besuchen 828 Schüler in 24 Klassen unsere Schule (bis 11. Klasse doppelzügig).
  • 73 Kindergartenkinder besuchen im Roten Haus drei Gruppen.
  • In der Lehrlingsausbildung befinden sich 25 Lehrlinge.
  • Die Schule beschäftigt 38 voll- und 29 teilbeschäftigte Lehrer, fünf Meister.
  • Weitere 20 Mitarbeiter unterrichten und arbeiten hier.
  • Insgesamt verlassen/verließen 1 930 Ehemalige die Schule.

1969

  • 3. Juni: Die Klassen 4a/b, 5a/b und 6b ziehen aus der Baracke in den Neubau.
  • 19. September: Das neue Schulgebäude mit 15 Klassenräumen, „Blauer Saal“ und Fachräumen wird eingerichtet.

Quelle: Pressearchiv Nürnberg / VNP
Holz, Glas, Beton und Farbe individuell umgesetzt in eine dynamische Architektur – der Neubau der Rudolf-Steiner-Schule ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Er unterscheidet sich wie die private Schule völlig von den herkömmlichen Lehranstalten. Keine schematische Fensterscheibe oder die Addition gleicher und rechteckiger Klassenräume erinnert an eine ‚Penne‘.“

Bild: Friedl Ulrich/Nürnberger Nachrichten
Im Pausenhof der modern angelegten Rudolf-Steiner-Schule ist immer etwas los: hier üben Kinder vor ihren Unterrichtsgebäuden gerade ein Lied ein -… Neue Ideen fehlen den vielseitigen Lehrern nicht.

1970

  • 1. – 3. Mai: Zur Eltern-Lehrer-Tagung des Bundes versammeln sich die Delegierten und Gäste in Nürnberg.

1971

  • Vom 20. September bis zum 1. Oktober findet zum ersten Mal in der 9. Klasse ein Forst- und Landwirtschaftspraktikum im Veldensteiner Forst und auf dem Bauernhof der Familie Leipold in Henneberg zur Erntezeit statt.

1972

  • Im Herbst eröffnet sich mit der Hauswirtschaft eine dritte Möglichkeit der Lehrlingsausbildung.

1973

Lesen Sie die Mitteilungen an die Schulgemeinschaft vom Juli 1973.

1974

  • 22 Abiturienten, zehn Hauswirtschaftsprüflinge, fünf Maschinenschlosser- und fünf Schreinergesellen schließen erfolgreich ihre Schulzeit ab.
  • Die allererste Baracke auf dem Schulgelände weicht einem Kindergartenneubau (jetziges „Haupthaus der Häuser für Kinder“).
  • Das „Pädagogische Seminar der Rudolf Steiner-Schule Nürnberg“ für eine freie Lehrerbildung wird von Dr. Bruno Galsterer gegründet.

1975

  • 65 Schüler und Schülerinnen im Alter von 18 Jahren werden zum Stichtag der gesetzlichen Neuregelung am 1. Januar volljährig.
  • Im November wird das neue Kindergartengebäude (jetziges Haupthaus der „Häuser für Kinder“) mit Schulküche, Räumen für den Schulgarten, einem Spielturnraum und einer Hausmeisterwohnung eingeweiht.

Haus für Kinder (Haupthaus)

1978

  • 29. April: Die Elternvertreter der drei bayerischen Schulen treffen sich erstmals zu gemeinsamen Beratungen.
  • Eine neue Abiturregelung für die 12. und 13. Klassen muss umgesetzt werden.
  • Der elektronische Taschenrechner wird ab der 10. Klasse eingeführt.

Bild: Reinhard Kemmether/Nürnberger Nachrichten

1979

  • Im 33. Jahr: Zu unserer Schule gehören 880 Schüler in 25 Klassen, 97 Kindergartenkinder in vier Gruppen, 100 Mitarbeiter, davon 60 Lehrer.
  • In der Nacht zum 2. Advent wird ein großer Teil der (1958 errichteten) Werkgebäude durch Brandstiftung vernichtet.

Bild: Rudolf Contino/Nürnberger Nachrichten
Dieser Trümmerhaufen blieb nach dem Brandanschlag auf die „Unterrichts-Baracken“ in der Nacht vom 13. Dezember 1979 übrig.

1980

  • Im Oktober können 890 Schüler gezählt werden. Nun werden auch die 12. und 13. Klasse doppelzügig. 
  • Vom 31. Januar bis zum 1. Februar 1981 findet die 19. Elternratstagung in Nürnberg mit 200 Delegierten aus 70 Schulen statt und vom 10. bis zum 12. Oktober die Musiktagung „Lautsprecher – nein danke“.
  • Am 17. Januar 1980 wird die 33 1/3 Jahr-Feier begangen.

1982

  • 9. März: Der erste Spatenstich für den Neubau des Werkgebäudes erfolgt.

1983

  • 26. April: Einweihung des neuen Werkgebäudes.

1984

  • Durch eine Elterninitiative wird ein „Waldorf-Eichenwall“ (zwei ha) im Rückersdorfer Reichswald gepflanzt.
  • Eine erste Erlanger Klasse beginnt in Nürnberg.

1985

  • Für die fünften Klassen wird eine Baracke auf dem Schulhof aufgestellt.
  • Mit dem Bau der neuen Turnhallle wird begonnen.
  • Etwa 130 Kinder fahren täglich in zwei Bussen von Erlangen nach Nürnberg.

1986

  • Im Frühjahr wird im Rahmen des Forstpraktikums der 9. Klassen in Dittenheim (Altmühl) die erste „Waldorfhecke“ gepflanzt und mit dem Umweltpreis des Bezirks Mittelfranken ausgezeichnet.
  • Anlässlich der 40-Jahr-Feier unserer Schule wird zur Unterstützung, insbesondere der bayerischen Waldorfschulen im Aufbau, der Verein „Freunde der Waldorfpädagogik in Bayern e. V.“ gegründet.
  • Drei Erlanger Klassen finden im Herbst in der Grundschule an der „Brucker Lache“ in Erlangen ihre neue Heimat.

1987

  • Im Herbst beginnt die Rudolf Steiner-Schule Ammersee mit vier Klassen (eine unserer Patenschulen, mittlerweile in Landsberg).
  • Es wird zur gemeinsamen Gründung einer Waldorfschule im Raum Schwabach/Fürth/Nürnberg aufgerufen.
  • Der Reaktorunfall in Tschernobyl hat auch bei uns Spuren hinterlassen. In der Folge wird das Landwirtschaftspraktikum in der 11. Klasse eingeführt.

1988

  • Die Feldmessfahrt der 10. Klassen führt im Schuljahr 1987/88 erstmals auf die Hallig Hooge.
  • Die „Freie Waldorfschule Coburg“ – unsere dritte Patenschule – eröffnet mit vier Klassen.

1989

  • Im Februar/März findet aus ökologischen Gründen zum letzten Mal das Skilager für unsere 9. Klassen statt.
  • Am 8. März wird die Rudolf- und Clara Kreutzer-Stiftung Eigentümerin des Schulgeländes.
  • Der Beschluss für den Neubau des Oberstufengebäudes wird gefasst.
  • Ein Grundkurs „Kunst“ wird eingerichtet. 
  • Die Schwabacher Initiative (jetzt Wendelstein) beginnt mit einer eigenen 1. Klasse in unserer Schule.

1990

  • Vom 11. bis zum 14. Februar veranstalten wir eine „DDR-Tagung“ für 700 Interessierte aus den ostdeutschen Ländern.
  • Die Metallbau-Lehrwerkstatt wagt mit sechs Lehrlingen einen Neubeginn.
  • Im Frühsommer bieten wir alternativ zum verlorengegangenen Wintererlebnis den 9. Klassen das Bergwandern in den Alpen – auch unter botanischen Aspekten – an. Diese Veranstaltung findet mittlerweile in der 12. Klasse statt.
  • September: Ein Hort für die 1. – 4. Klassen nimmt im „Roten Haus“ seine Arbeit auf.
  • Die Erlanger Patenschule bekommt ein eigenes Schulgebäude.

1991

  • Die Dachbegrünung der Fahrradständer im Frühjahr mit Schülern der 7. Klasse ist eine Initiative aus dem Bereich des Gartenbaus.

1992

  • Die Einführung eines Projekttages für die Oberstufe anlässlich des Geburtstages von Rudolf Steiner findet großen Anklang. Im Zusammenhang mit einem Theaterspiel einer 8. Klasse entstehen Akrobatik- und Jonglierkurse.
  • Als Alternative zum Landwirtschaftspraktikum wird in der 11. Klasse ein Sozialpraktikum eingerichtet.
  • In den Technologie-Unterricht für die 11. und 12. Klassen zieht der Computer ein. 

1993

  • Im Februar wird die „Erlanger Bus-Linie“ eingestellt.
  • Am 2. November eröffnet die „Freie Waldorfschule Wendelstein“ – hervorgegangen aus der Schwabacher Initiative – den Unterricht im eigenen Gebäude; unsere vierte Patenschule steht auf eigenen Füßen.

Bild: Günther Distler/Nürnberger Nachrichten
Sommerfest mit der ‚Eulalia‘.“

1994

  • Im Juli begehen wir das 40jährige Jubiläum der Schreinerei.
  • „Wie aus einer Raststätte Schulgebäude werden können“: Drei Baustellenprovisorien der Autobahnraststätte Nürnberg-Feucht werden zur Überbrückung der Raumnot während der Bauphase auf dem Schulgelände aufgestellt.
  • Zu Johanni wird der Grundstein aus dem alten Eurythmiesaal geborgen und im August wird das alte Oberstufengebäude (errichtet 1951 und 1954) abgerissen. 
  • Am 15. Oktober kann der neue Grundstein wieder feierlich gelegt werden.
  • Vom 14. bis zum 16. Oktober gedenken wir im Rahmen einer pädagogischen Tagung der Begründung der ersten Waldorfschule vor 75 Jahren.
  • 63 321 Schüler/innen besuchen in Deutschland 156 Waldorfschulen.

Bild: Karlheinz Daut/Nürnberger Nachrichten
Unterricht in früherer Autobahn-Raststätte – Tank- und Rast AG schenkte Rudolf-Steiner-Schule Container, in denen Jugendliche nun Französisch und Mathematik lernen – Antroposophen planen nach Abbruch eines baufälligen Hauses neuen Trakt für 16,5 Millionen Mark – Kein Anspruch auf Landeszuschüsse.
Lehrer Hansjörg Hofrichter vor der ehemaligen Autobahn-Raststätte: Der Container dient heute als Klassenzimmer.

Abriss des alten Oberstufenbaus

1995

  • Eine Schülermitverantwortung (SMV) bildet sich.
  • In den 12. Klassen beginnt ein Leistungskurs Kunst.
  • Am 23. Juni feiern wir das Richtfest für den Oberstufenneubau.
  • Die Ehemaligenarbeit beginnt im Juni mit einem ersten Rundschreiben an alle bekannten Adressen. 

Bild: Florentine Schlagintweit/Nürnberger Nachrichten
Richtspruch am Neubau der Rudolf-Steiner-Schule am Steinplattenweg in Erlenstegen: Die akute Raumnot wird mit dem 16,5 Millionenprojekt behoben. Staatliche Zuschüsse von 6,3 Millionen fließen dem Schulverein erst ab 1998 zu. Rund neun Millionen müssen aus angesparten Eigenmitteln, Darlehen und Spenden finanziert werden. Die größte Waldorfschule Bayerns mit 900 Schülern wird ohne Direktor in Selbstverwaltung geführt.

1996

Den Höhepunkt dieses Jahres bilden die Festlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen unserer Schule vom 3. bis 6. Oktober. Zu diesem Anlass wird das neue Oberstufengebäude eingeweiht. Während der Feierlichkeiten finden sich etwa 400 ehemalige Schüler zusammen. 

  • Die Schülerbücherei findet im Neubau größere Räumlichkeiten. Aus diesem Anlass wird der Bestand neu katalogisiert und in den folgenden Jahren dank einer großzügigen Elternspende vervierfacht.

1997

  • Etwa zeitgleich entstehen im Schulverein und bei den „Ehemaligen“ Initiativen, welche in einen Schulgeld-Patenschaftsfonds als finanziellen Ausgleich für wirtschaftlich weniger leistungsfähige Schülereltern münden.
  • Eine Serie jahrgangsübergreifender, allgemeiner Elternabende zu verschiedenen Unterrichtsfächern und anderen pädagogischen Themen finden in zweimonatigem Abstand bis zum Frühjahr 1999 statt.

Das Luftbild zeigt oben rechts die fertig gestellten Bauteile A und B; rechts schließt sich der „alte Festsaal“ an. Zu erkennen ist außerdem die Raststättenbaracke zwischen altem Festsaal und dem Steinplattenweg.

1998

  • Unsere Schüler gedenken mit ihren künstlerischen Aktionen des 50. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
  • Am 16. Februar wird der Computerraum der Schule an das Internet angeschlossen. Jeder interessierte Schüler der Oberstufe kann auf Wunsch eine Email-Adresse erhalten.
  • 27. November 1998: Die Ehemaligen begründen einen eigenständigen, gemeinnützigen Verein, welcher sich neben der Pflege der Ehemaligenarbeit die Förderung der Nürnberger Rudolf Steiner-Schule zum Ziel macht.

1999

  • Ein „AK Öffentlichkeitarbeit“ wird durch eine Elterninitiative gegründet.
  • Unsere Schule erhält die Anerkennung als mitarbeitende UNESCO-Projektschule.
  • Beim „Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerkjugend 1999“ im Wettbewerbsberuf Metallbauer-Konstruktionstechnik wird der Schlosserlehrling Lorenz Jung aus unserer Metallbau-Lehrwerkstatt Landessieger.

2000

  • Das Betreuungs-Modell „Das Blaue Haus“ wird ins Leben gerufen. Schüler der 1. bis 9. Klassen können klassen- und altersübergreifend miteinander und voneinander lernen, spielen, werken, sich beschäftigen und ganztägige Betreuung genießen.
  • Der Schulsanitätsdienst wird eingerichtet. Schüler und Mitarbeiter werden dafür ausgebildet.
  • Der Qualifizierender Hauptschulabschluss („Quali“) wird bei uns eingeführt (Elterninitiative).

2001

  • Die Initiative „Bewegliches Klassenzimmer“ wird ergriffen, und neue Möbel werden dafür angeschafft.
  • Der Boden für die Initiative „Qualitätssicherung/Wege zur Qualität“ wird bereitet.
  • Seminare zum Thema „Dynamische Delegation“ in Verbindung mit dem Prozess der Qualitätssicherung und der Stiftung „Wege zur Qualität“ wurden vom ganzen Kollegium besucht.
  • Schüler der 10b sind unter den Hauptpreisträgern des 30. Schülerwettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung. Ihr Thema lautet „Menschen auf der Flucht“.

2002

  • Die „Big Band“ der RSS wird unter der Leitung unserer Musiklehrerin Barbara Lechler ins Leben gerufen (rechts: Bilder und drei Hörbeispiele eines Auftrittes im „K4“).
  • Ein Frankreich-Austausch mit einem Collège in Aix-sur-Vienne findet statt.
  • Das Leitbild der Schule wird erarbeitet und verabschiedet.
Riders On The Storm
Song For My Father
Coming Home Baby

2003

  • Die Mitarbeit unserer Schule als UNESCO Projektschule führt zu Aktivitäten wie  WOW–Day („Waldorf One World“), dem „Wasser-Projekttag“ und der Aktion „Friedensverträge“.
  • Es beginnt ein regelmäßiger Austausch mit Schülern einer Waldorfschule in Semily (Tschechien).

2004

  • Am 24. September wird das 50-jährige Bestehen der Schreinerlehrwerkstatt gefeiert.
  • Biotope im Marienbergpark werden von Schülern der 6. und 7. Klassen gepflegt.

2005

  • Der alte Festsaal (errichtet 1962) wird abgerissen. 
  • Die Weihnachtsspiele finden von nun an in benachbarten Kirchen (St Lukas, Allerheiligen) statt.

2006

  • Am 11. Januar bildet sich eine Arbeitsgruppe, die die Möglichkeiten der Umsetzung kleinerer Klassen untersuchen soll.
  • Unser Schulorchester qualifiziert sich für die Bamberger Musiktage und spielt beim Eröffnungskonzert.
  • Für die Vernetzung von Biotopen im Altmühltal durch unsere beiden 9. Klassen gewinnt die Schule eine Auszeichnung als „Umweltschule in Europa / internationale Agenda 21 – Schule 2006/07“
  • Im September startet die Schule erstmals mit drei (kleineren) ersten Klassen (Beginn der Dreizügigkeit).

2007

  • Das neue „Blaue Haus“ wird beim Sommerfest eingeweiht und bezogen.
  • Beginn der Zusammenarbeit mit der „Kenji-Steiner-Schule“ in Tokyo.

2008

  • Die Metallbau Werkstatt wird auf eine neue Grundlage gestellt: an die Stelle der Fachrichtung „Konstruktionstechnik“ tritt jetzt die Fachrichtung „Gestaltung“.
  • Ein Klettergarten wird, dank großzügiger Spenden zahlreicher Eltern, als erster Teil eines Neuaufbaus des kleinen Pausenhofs errichtet.
  • Unsere Schule wird als Unesco-Schule anerkannt.
  • Die Schule schließt sich der Aktion der Stadt Nürnberg „Bäume für Menschenrechte“ an. Ein Gingko-Baum wirde im großen Pausenhof feierlich eingepflanzt.
  • Die Anlaufstelle „Offenes Ohr“ wird für Hilfs- und Auskunftssuchende und für Personen, die ein Problem oder ein Anliegen haben, errichtet. 
  • Der Kindergarten richtet eine Wiegestube ein.
  • Der Hausmeister und seine Familie beziehen die neue Hausmeisterwohnung im „Roten Haus“. Damit kann der Kindergarten erweitert werden.

2009 

  • Beginn der Bauabschnitte „C“ und „D“.
  • Der Bau eines neuen Festsaals, neuer Klassenzimmer und einer neuen Schulküche beginnt.
  • Sehen Sie hier ein Zeitraffervideo aus Bildern einer Webcam.

2010

  • Richtfest der Bauteile C und D.

2012

  • Die neuen Klassenräume, sowie der neue Festsaal können erstmals benutzt werden.

Quelle: Pressearchiv Nürnberg / VNP
Anbau der Rudolf-Steiner-Schule – neuer Festsaal.

Artikel in der NN.

2019

  • Die Waldorfschulbewegung feiert ihren 100. Geburtstag. Es gibt bayerische Feierlichkeiten zu „Waldorf 100“ mit Lauf und offiziellem Festakt.

Quelle: Pressearchiv Nürnberg / VNP
Vor 100 Jahren wurde die erste Waldorfschule in Stuttgart gegründet. Heute gibt es weltweit mehr als 1100 Waldorfschulen – die Waldorfpädagogik ist inzwischen die größte unabhängige Schulbewegung.
Das ist ein Anlass zum Feiern – auf allen Kontinenten und auch in Bayern!
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Bayern versammelt alle ihre Schulen zum großen Festakt in der Nürnberger Rudolf Steiner-Schule.

2020

  • Erstmalige Einführung des Distanzunterrichts als Folge der Corona-Pandemie.

2021

75-jähriges Schuljubiläum.

Nach oben scrollen