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Montag, 18. Juni 2018

Unsere Metallbau Werkstatt – Tradition mit neuer Ausrichtung


In der Metallbau Werkstatt bieten wir den Schülern ab der 10. Klasse, parallel zur Oberstufe, eine breit gefächerte, vielseitige und kreative Ausbildung an. Diese Ausbildung sieht grundsätzlich den Auszubildenden im Mittelpunkt und die Förderung seiner Motivation und Kreativität.

Ebenso wichtig ist eine ganzheitliche Herangehensweise. So wird der Auszubildende in einen umfassenden Prozess mit einbezogen, der von der Planung über die Ausarbeitung bis hin zur Präsentation reicht. Er lernt eigene Ideen zu formen und ein gut durchdachtes Produkt zu entwickeln.

Durch den Umgang mit Ästhetik, Gestaltung und Funktion erlernt der Auszubildende die nötigen Fachkenntnisse auf nachhaltige Weise. Durch die funktionellen Aufgaben, die mehr kreativen Freiraum bieten, kommt er in einen Arbeitsprozess, indem er mit voller Motivation die nötigen fachlichen Arbeitsschritte erarbeitet und somit fundiertes Wissen erwirbt. Konkret: der Lehrling lernt nicht um zu lernen, er lernt weil er ein gesteigertes Interesse an der Fertigstellung seines eigenen Produktes hat.

 

Eine solche Herangehensweise formt den ersten Schritt in Richtung Motivation, Sozialkompetenz, selbstständigem Denken und Handeln. Diese Schlüsselqualifikationen erreichen wir in besonderem Maße durch Gruppen-/Projektarbeit und individuelle Förderung.

 

 

Arbeitsschritte

Auftrags-/Projektanalyse, Ideenentwicklung, Konzeption, Präsentation, Materialrecherche, Angebotsgestaltung, Umsetzung und Ausarbeitung, Montage, Reflektion und Dokumentation.

 

 

Fächer

Kreativunterricht, Fachkunde, Fachzeichnen, Fachrechnen, Betriebswirtschafts- und Sozialkunde

Die Ausbildungszeit und ihre Gliederung

1. Lehrjahr
Planung und Herstellung von Designobjekten als Projektarbeit, die alle erforderlichen fachspezifischen Kenntnisse beinhalten, wie Tische als Schweißübung, Lampen als Zwischenprüfungsvorbereitung, Mobile als Schmiedeübung und weiteren künstlerische Accessoires.

Ziel ist es, im ersten Jahr alle erforderlichen Grundkenntnisse und -Techniken erworben zu haben, sodass der Lehrling danach seine Kenntnisse an den noch nötigen Übungsschritten vertiefen kann.
 
2. Lehrjahr
Im zweiten Lehrjahr können die Lehrlinge mit den Aufträgen von Kunden und auch von der Schule ihre Praxiserfahrung schulen. Die bisher vom dritten Lehrjahr erledigten Kundenaufträge geben den Lehrlingen Einsicht in terminierte Arbeitsabläufe und die Beratung von Kunden. Sie lernen das Umgehen mit Reparaturarbeiten und die Umsetzung von Konstruktionen, wie z.B. Türen, Tore, Geländer und Treppen.

3. Lehrjahr
Im dritten Lehrjahr wird an der Entwicklung und Verarbeitung von Systemen gearbeitet. So sind hier z.B. Entwicklungen für Büroeinrichtungen und Stecksysteme denkbar, die dem Lehrling das Arbeiten in der freien Wirtschaft simulieren. Diese entwickelten Produkte werden in einem Katalog zusammengestellt und werblich kommuniziert. Der Lehrling erlangt hier ein Gespür dafür, dass die Kommunikation ein entscheidender Faktor darstellt für den Vertrieb von den entwickelten und hergestellten Produkten.

 

 

 

Prüfungsvorbereitung
Im zweiten Halbjahr beginnt die Zeit der Prüfungsvorbereitung. Der Lehrling entwickelt selbstständig ein Objekt, je nach Themen-Vorgabe von der Innung. Um zur Prüfung zugelassen zu werden, muss er die Entwürfe und Zeichnungen dem Prüfungsausschuss vorlegen, der ihm dann daraufhin eine Zulassung ausspricht. Durch die vorangegangenen Projekte kann er seine Präsentation überlegter und ausgereifter vorbereiten.

Nach der Entwurfs- und Zeichenphase folgt die Umsetzung. Nun kann er sein Gesellenstück fertigen. Nach der erfolgreichen Fertigstellung hat er noch Zeit, sich auf die Arbeitsprobe vorzubereiten.

Abschluss der Ausbildungszeit

Nach abgeschlossener und bestandener Gesellenprüfung endet der Ausbildungsvertrag. Der Auszubildende ist ab diesem Zeitpunkt fachlich qualifiziert und somit Geselle im Handwerksberuf Metallbau.

Perspektiven nach Lehrabschluss für den Gesellen

Arbeit als Schlosser
Kunstschmied mit erweitertem kreativem Kompetenzbereich
Besuch einer Meisterschule: Abschluss Meisterbrief in allen Metallbau Fachrichtungen
Studium z.B. Kreativ: Gestaltung, Produktdesign mit erweitertem fachlichen Kompetenzbereich
Studium z.B. Technisch: Maschinenbau

Verzahnung mit der Schreinerei

Die Zusammenarbeit mit den Schreinern bietet für uns eine einmalige Chance die Ausbildung und unsere Projekte konkret miteinander zu verzahnen. Die Kombination der verschiedenen Materialien kann einerseits das Spektrum unserer Lehrlinge erweitern und andererseits können wir unseren Kunden Material übergreifende Angebote unterbreiten.