Sie sind hier: Unsere Schule / Unterricht / Fachschaften / Musik
Montag, 06. Februar 2012

Fachbereich Musik


Musik fördert die Konzentrationsfähigkeit, die soziale Kompetenz, trägt zur Entwicklung der Intelligenz bei und stärkt das Selbstwertgefühl. Solche und ähnliche Forschungsergebnisse, können wir in den Medien fast täglich nachlesen. Dennoch werden die Mittel für den Musikunterricht immer knapper.

An der Waldorfschule spielt das gemeinsame Musizieren ab dem ersten Schultag eine tragende Rolle.

Das Fach Musik begleitet den Schüler von der 1. bis zur 12. Klasse und wird im Idealfall 2 Schulstunden pro Woche erteilt. Neben dem regulären Fachunterricht musizieren die Kinder in den Klassen 1-8 jeden Morgen im Hauptunterricht mit ihrem Klassenlehrer.

Der Lehrplan orientiert sich wie in allen Fachbereichen an der Entwicklung des Kindes. So wird in den ersten 2-3 Schuljahren, in welchen das Lernen wesentlich durch die beim Kind noch vorhandenen Nachahmungskräfte bestimmt ist, das einstimmige Singen und Flöten gepflegt.

In der 3-4 Klasse setzt eine stärkere Bewusstwerdung beim Kind ein. Hieraus ergibt sich die Fähigkeit neben der eigenen Stimme eine oder mehrere Stimmen zu erfassen und diese als Bereicherung des eigenen Klangs zu erleben.

Einfache zweistimmige Lieder und Kanons werden gesungen. Dadurch wird nun auch das Erlernen der Notenschrift sinnvoll, welche ab der dritten Klasse mit den Kindern geübt wird.

In den weiteren 4-5 Schuljahren gewinnen die Kinder durch regelmäßiges gemeinsames Singen und das Spiel in der Flötengruppe, im Ensemble oder im Orchester zunehmend Sicherheit im mehrstimmigen musizieren.

Hierdurch soll jeder Schüler lernen seinen individuellen Beitrag zum Ergebnis eines vollkommenen Ganzen beizusteuern und erleben, dass jeder Einzelne für die Qualität des Ergebnisses Verantwortung trägt.

In der Oberstufe werden die bisher angelegten Fertigkeiten auf höherem Niveau, dem Alter entsprechend vertieft und weiterentwickelt. Hinzu kommt nun auch die intensive bewusste Auseinandersetzung mit der Musikliteratur bzw. der Musikgeschichte der Vergangenheit und Gegenwart.

Orchester/Unterstufe
Der Orchesterunterricht beginnt in der 5. Klasse und richtet sich an alle Kinder, die im Privatunterricht mindestens ein bis zwei Jahre ein Orchesterinstrument erlernt haben. Die Kinder werden einmal wöchentlich entweder im Klassenorchester oder in einem Streich- bzw. Blasorchester unterrichtet.

Flötengruppe
In der Flötengruppe spielen einmal in der Woche alle Kinder der 5. und 6. Klasse, die kein Orchesterinstrument spielen. Hier werden mehrstimmige Lieder auf Sopran-, Alt- und Tenorflöte erarbeitet.

Ensembles
Alle Kinder, die kein Orchesterinstrument spielen, erhalten von der 7. bis zur 9. Jahrgangsstufe einmal pro Woche Ensembleunterricht. In Gruppen von maximal 15 Schülern durchwandern die Schüler in „Trisemestern“ drei verschieden Ensembles mit unterschiedlichen Schwerpunkten pro Schuljahr bei drei verschiedenen Lehrern.

1. Grundkurs Gitarre
2. Percussion
3. Singen mehrstimmig

Das "Große Schulorchester"
Alle Kinder der 7. bis 9. Jahrgangsstufe, die ein Orchesterinstrument spielen, treffen sich einmal wöchentlich zur Probe.

Einmal im Jahr fährt das Orchester auf Orchesterfahrt, um im Anschluss ihr Jahresprogramm in einem Konzert der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Oberstufenorchester
Im Oberstufenorchester haben Schüler ab der 10. Klasse die Möglichkeit, auf einem der Oberstufe angemessenen Niveau zu arbeiten, bzw. zu musizieren.


Hier ist neben dem Erlernen der Orchesterwerke ein großes soziales Übungsfeld geboten.
Die einmal im Jahr stattfindende Orchesterfahrt „PAP“ und das im Anschluss daran statt findenden Jahreskonzert machen jedes Jahr erneut deutlich, dass all die genannten Unterschiede vereinbar sind.

„PAP“ oder die Orchesterfahrt
„PAP“ heißt Probenarbeitsphase und soll deutlich machen, dass es sich bei dieser Fahrt um keine „Freizeit“ sondern um harte Arbeit handelt. Hier vertiefen die Schüler des Mittel- bzw. Oberstufenorchesters in mehreren probenintensiven Tagen, an welchen ca. neun Unterrichtseinheiten pro Tag gearbeitet wird, die Literatur, welche in den Orchesterproben unterm Jahr angelegt wurde. Da die Schüler an diesen Tagen extrem schnell vorankommen und die Gemeinschaft durch den Abstand zum Alltag und die gemeinsame Arbeit an einer Sache ungemein gestärkt wird, werden diese arbeitsreichen Tage von den Schülern und den Lehrern als sehr beglückend und bereichernd empfunden. Solche und ähnliche positive Erinnerungen sind für jeden Menschen von nicht zu unterschätzendem Wert.