
Eurythmie
Seit der Begründung der Waldorfschulen gibt es in ihrem Lehrplan neben dem Fach Sport, das in erster Linie die Leiblichkeit stärkt, ein weiteres Bewegungsfach: die Eurythmie.
Sie legt ihr Augenmerk auf die Schulung geistig-seelischer Fähigkeiten wie Konzentration, Auffassungs- und Merkvermögen, Raum- und Teamgefühl, Geistesgegenwart und Umsicht.
Rudolf Steiner nannte sie „seelisches Turnen“.
Die Schüler bewegen sich zu dichterischer Sprache und zu Musik und machen diese sichtbar durch gesetzmäßige Choreographien und Gebärden. Dem gehen zu Beginn des Unterrichts meist Koordinations- und Geschicklichkeitsübungen voraus.
Der Eurythmieunterricht ist angelehnt an den allgemeinen Lehrplan der Waldorfpädagogik. So wird zum Beispiel die Geometrieunterricht in einer sechsten Klasse durch „bewegte Geometrie“ in der Eurythmiestunde aufgegriffen.
In der Rudolf Steiner- Schule Nürnberg unterrichten derzeit fünf diplomierte Eurythmielehrer. Der Umfang des gegebenen Unterrichts beträgt in den Klassen 1-4 eine Stunde pro Woche, in den Klassen 5-12 zwei. In der zwölften Klasse erfolgt ein Eurythmie- Abschluss, während dem die Schüler solistisch und in Gruppen ausgesuchte Texte und Musikstücke gestalten und aufführen.

